Kategorien
Allgemein

#87: Euripides – Medea🐉

Zu Beginn von Euripides‘ Tragödie »Medea« ist der Großteil des epischen »Argonauten«-Mythos eigentlich längst gelaufen:

Göttliche Prophezeiungen, die große Fahrt der »Argo«, brennende Stiere, das goldene Vließ, blutige Intrigen, Zauberei, die spektakuläre Flucht aus Jolkos und v.a. die große, abenteuerliche Liebesgeschichte zwischen der magischen Medea und dem heldenhaften Jason.
Der dröge Ehe-Alltag nach dem Abenteurer-Leben langweilt Jason jedoch schnell, so dass er sich schon bald eine Neue sucht – und auch noch Glauke, die Tochter des König Kreon persönlich. Offenbar hat er über seine Midlife-Crisis vergessen, wie seine geliebte Medea all die wilden Jahre über war: stolz, klug, emanzipiert, reizbar, äußerst rachsüchtig und ausgestattet mit geheimem Wissen über uralte Flüche und göttliche Strafen…

Großen Dank an Michael Neupert, der als Autor und Regisseur des »Ein-Euro-Ensembles« gerade seine zweite Inszenierung von »Medea« vorbereitet und entsprechend der bestmögliche Gast für diese Folge war. Komm gerne wieder! Und ihr dürft euch schonmal den 12.06.2026 vormerken, wenn »Medea – Mutter der Leere« in Köln Premiere feiert! Unsere Crew wird da sein!

Und auch beim mit Abstand ältesten Buch (schlappe 2.450 Jahre) der bisherigen »Laberfach«-Historie fragen wir natürlich: Gehört sowas (noch) in den Lehrplan?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert